Zwar wurden seit 1924 unter dem Namen Citizen Watch Uhren verkauft, die man mit Hilfe schweizerischer Fertigungsmaschinen herstellte,
aber die Anfänge des Unternehmens datieren in das Jahr 1918, in dem es in Tokio gegründet wurde. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg begann Citizen bereits ab 1936 mit dem Export von Taschenuhren. In der Nachkriegszeit expandierte die Firma immer weiter und wurde auch innovativer. So folgte 1958 die erste japanische Armbanduhr mit einer Weckfunktion und ab 1965 fertigte man, um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können, eigene Automatikuhrwerke zusätzlich zu den bis dahin ausschließlich gefertigten Handaufzugswerken.

Die Kooperation mit dem amerikanisch-schweizerischen Unternehmen Bulova, dem durch die Entwicklung und Fertigung seiner sogenannten Stimmgabeluhren ein Meilenstein in der Uhrenentwicklung gelungen war und das dadurch große Kenntnisse und Fertigkeiten bei der Fabrikation von Uhrwerken mit elektrischem Antrieb besaß, konnte Citizen ab dem Ende der 1960er Jahre Uhren mit elektromechanischen Werken und ab den frühen 1970er Jahren dann auch Armbanduhren mit digitaler Anzeige anbieten.

Einen großen Schritt ging die Firma 1976 mit der Markteinführung der ersten Solar-Armbanduhr. Bis heute stellt die hier ihren Anfang nehmende sogenannte Eco Drive Technologie eine Kernkompetenz von Citizen dar – die Armbanduhren sollen ohne Nutzung von Batterien ihren Strom aus der Umwelt ziehen (in der Regel mittels Solarzelle aus dem vorhandenen Licht, allerdings gibt es vereinzelt auch Uhrwerke, die mit Hilfe der Temperaturdifferenz zwischen der Haut des Uhrenträgers und der Umwelt Strom generieren). Ziel ist dabei zum einen die Umweltverträglichkeit, denn weder in den verbauten Akkumulatoren noch bei der Herstellung der Eco-Drive Uhrwerke kommen lt. Citizen Schadstoffe zum Einsatz, und zum anderen die Unabhängigkeit von Uhrenbatterien, die im Bedarfsfall vielleicht gerade dort nicht verfügbar sind, wo der Träger der Uhr auf eine neue Batterie angewiesen wäre – stattdessen können die Solar-Armbanduhren aufgrund ihrer sehr lange haltbaren Akkus bei normalem Gebrauch bis zu mehreren Jahrzehnten genutzt werden, ohne gewartet werden zu müssen. Große Erfahrungen weist Citizen gerade auch im Bereich Funkuhr bzw. Funksolaruhr auf – hier wird eine breite Modellpalette angeboten, die für viele Geschmäcker das passende bereit hält.

Zu Citizen gehören zwei weitere Marken: unter Q&Q (für Quality and Quantity)* vertreibt das Unternehmen vor allem preiswerte Quarzarmbanduhren mit analoger Anzeige der Uhrzeit, MIYOTA hingegen ist der Markenname für alle Citizen-Uhrwerke, die in Uhren anderer Hersteller verbaut werden.

Die jahrzehntelange Produktion von qualitativ guten Armbanduhren ließ Citizen schließlich zum heute weltgrößten Hersteller sowohl von Uhrwerken als auch von Armbanduhren werden.